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Lustige Musikanten on tour in Krakau

(PNP) Beliebte Sendung mit Marianne und Michael in der polnischen Stadt aufgezeichnet - Ausstrahlung am Donnerstag um 20.15 Uhr im ZDF
Der Text wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Norbert Peter (Passauer Neue Presse)

Ein ganz besonderes Schmankerl bekommen die Zuschauer am Donnerstag um 20.15 Uhr im ZDF präsentiert, wenn die "Lustigen Musikanten on tour" mit Marianne und Michael in Krakau die Stars der volkstümlichen Musik aufmarschieren lassen. Die Sendung wurde in der polnischen Stadt am Freitag und Samstag vergangener Woche durch Schwartzkopff tv produktions aufgezeichnet. Mit dabei sind auch "Die Schmalzler" aus dem Bayerischen Wald und mit dabei war auch die Passauer Neue Presse.

Nun mitten hinein in den musikalischen Hochgenuss, auf den "Rynek Glowny", mit 40 000 Quadratmetern der größte und beeindruckendste mittelalterliche Platz Europas. Das Produktionsteam hat bestens gearbeitet. "Alles steht", freut sich Dirk Heidhoff, der seit elf Jahren die Sendung "Lustige Musikanten" leitet. Und Dirk Heidhoff erinnert sich noch bestens an die Produktion im Jahre 1997 im Museumsdorf Bayerischer Wald der Familie Höltl in Tittling, als dort gleich zwei Sendungen "gemacht" wurden. "Ein herrliches Platzerl".
Die Erkennungsmelodie der "Lustigen Musikanten" erklingt, Marianne und Michael fahren mit einer Kutsche vor, ziehen singend und beifallumrauscht ein. Doch so ganz scheint Dirk Heidhoff mit der Einstellung nicht zu sein, denn eine Wiederholung ist angesagt. Für Marianne und Michael kein Problem und das Publikum erlebt eben nochmals die Parade. Begrüßung auf deutsch. Viele Hände klatschen, denn, man glaubt es kaum, es sind viele Deutsche auf dem Platz in Krakau. So eine Klasse des Gymnasiums aus Minden und einer mit der typisch bayerischen Tracht, einer kurzen Lederhose, Trachtenhut mit Gamsbart, weißen Bart und einem zünftigen Lachen. "Ich komm aus Ichenhausen", erzählt er stolz. Es ist Klaus Katschmarek, der frühere Bürgermeister von Ettenbeuren, der vor Jahren Aufsehen erregte, als er die Trambahn "Linie 8" von Ettenbeuren nach Ichenhausen wieder fahren ließ. Jubel bei den Polen bei der Begrüßung mit einem "Guten Tag" in ihrer Landesprache. Doch die polnische Moderation liegt in den Händen eines jungen Mannes. Perfektes Deutsch, perfektes polnisch. "Ja, ich komme aus Wuppertal, studierte bin Berlin und die Liebe zog mich nach Krakau", meint Steffen Möller. Er fühlt sich, wie er sagt, sehr wohl in Polen, hat dort einen guten Namen und seine Autogramme sind begehrt.
Die Kameras schwenken hinauf auf die Brüstung des im Renaissancestils erbauten riesigen Gewandhauses. Dort steht Jantje Smit, der junge Holländer. "Sehnsucht nach Sonne", schmettert er mit seiner kräftigen Stimme herab. So heisst sein Lied, doch die Sehnsucht hat sich in Krakau schon voll erfüllt, denn die Sonne brennt herab. 32 Grad sind angezeigt. Die Randfichten aus dem Erzgebirge begeistern mit ihrem "Holzmichl", lassen diese "Sagengestalt" wieder leben, Ireen Sheer, Monika Martin, haben ihren bejubelten Auftritt.

Und Marianne freut sich dann besonders, "meine Freunde aus meiner Heimat Bayern, die Schmalzler aus dem Bayerischen Wald" ansagen zu können. Karl Wirkert, Max Luksch, Robert Prosser, Max Fenzl und Sepp Mader gehen in Position. Schmuck schauen sie aus in ihren blau-schwarzen Westen, den schwarzen Hosen. Max Luksch in seiner verwegenen schwarzen Kappe als seinem eigenen Markenzeichen ragt da heraus. "Boarisch tanz`n, des hält fit", ein schmissigen Lied mit Polkaschritten, bei dem das Publikum eifrig klatscht. Der Rhythmus geht auch den Polen, von denen man irrtümlich meint, die wären etwas starr, so richtig ins Blut. "Boarisch wird zur Weltsprache".

Marianne und Michael stellen dann Krakau vor. Kraków, Polens drittgrößte Stadt und belebte Universitätsstadt, habe eine wunderschöne Altstadt mit engen Gassen und Bauwerken verschiedenster Epochen, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Besonders eindrucksvoll sei der aus Holz geschnitzte Altar von Veit Stoß in der gotischen Marienkirche, die ebenfalls den Marktplatz prägt. Jede volle Stunde bläst ein Trompeter aus einem Fenster des Turmes, dessen Melodie abrupt endet. Der Überlieferung zufolge, wollte vor Jahrhunderten die Bürger Krakau`s vor einem Überfall warnen, doch mitten im Signal traf ihn der Pfeil eines Bogenschützen. Bei Führungen, so berichten Marianne und Michael, durch das Collegium Maius, einst Universität der Jagellonen und heute Museum, kann man auf den Spuren des Astronomen und Mathematikers Nikolaus Kopernikus (Mikolaj Kopernik) wandeln und die kunstvoll gestaltete Innenausstattung besichtigen. Auf dem gegenüberliegenden Ufer der Weichsel (Wisla) steht auf dem Burgberg die Wawel oder königliche Residenz, deren Räume mit Bildteppichen von unschätzbarem Wert dekoriert sind. Daneben befindet sich der Dom, in dem die Könige Polens gekrönt und beerdigt wurden. Hier ist auch der Sitz des früheren Erzbischofs Karol Wojtyla, der besser als Papst Johannes Paul II. bekannt ist. Musikalisch geht`s weiter. Maxi Arland, Dagmar Frederic sind am Zuge, Oswald Sattler aus Südtirol. Einheimische Gruppen singen und tanzen, fetzig. Beim Finale sind alle gemeinsam auf der Bühne, die Abschlussmelodie wird gesungen, Völkerverständigung in der neuen und großen Europäischen Union im neuen Mitgliedsland Polen.

Die verstärkt sich, als "Die Schmalzler" nach den Aufnahmen noch fürs Publikum spielen. Ihre Grand-Prix-Hit "Du bist schön" und "Che bella Ballerina" gehen ins Ohr und beim Walzer "Rot sind die Rosen" wird schon getanzt. Und Marianne und Michael freuen sich ganz besonders, als den beiden "von ihren Freunden aus Bayern" die Medaille der "Wallfahrt zum Christkindl von Ringoloy" gedankt wird, wie auch über die Dokumentation von Georg Höltl über "30 Jahre Museumsdorf Bayerischer Wald", in denen zwei Seiten der "Lustigen Musikanten" im Museumsdorf von 1997 gewidmet sind.
Die Kontakte der Musikanten beruhen nicht nur in den Auftritten. In Novotel Krakow direkt an der Weichsel wohnen die meisten. Morgens beim Frühstück mit den "Randfichten" am Tisch gleich die ersten zünftigen "Wortgefechte", Ireen Sheer winkt herüber, Max Arland begrüßt mit Handschlag. Oswald Sattler ist ja als sehr ruhiger Künstler bekannt, der aber auch, wenn er mal in Fahrt ist, gern erzählt. Und da ist dann noch Wolfgang Moser aus Wien, der "Die Schmalzler" bei den großen Auftritten coacht. Er hat alles im Griff, weiß Krakau`s "gute Platzerl" zum Essen, führt in der Freizeit zu den Sehenswürdigkeiten, mit denen Krakau reich gesegnet ist. Das wissen auch Amerikaner und Engländer, Japaner, die zuhauf Krakau bewundern. Lebensfroh ist die Stadt, in der die Jugend gern feiert, die Kontakte sucht und sicher auch findet. Modern die Menschen gekleidet, deutsch sprechen fast alle. Auch der wirtschaftliche Aufbruch Polen`s ist zu sehen. Weltfirmen, auch deutsche, produzieren bereits, Autobahnlücken werden geschlossen, Polen wird sicher seinen bereits guten Platz im Verbund der Europäischen Union weiter stärken.
Am Sonntag haben "Die Schmalzler" bereits um vier Uhr morgens die Koffer gepackt, mit dem Kleinbus wird wieder die Heimreise abgetreten. Zehn Stunden Fahrt über Kattowitz, Prag, Pilsen, stehen bevor. Aber noch geht`s nicht auf direktem Weg nach Hause, denn bei Regensburg wird noch bei einem Sportjubiläum aufgespielt. Dort werden erst nach Mitternacht die Instrumente verstaut, in den Bayerischen Wald gestartet. Aber wie es heisst es doch: "Es ist so schön, ein Musikant zu sein".


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